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CLUB D’ESSAI Mixtape VOL. 4: HEIKO

NAH-TON-ERFAHRUNG MIT HEIKO
Zusammenkünfte mit Heiko sind nicht immer nur spass. Trifft man ihn nach einem Hardwax-Besuch in Berlin – selber hat man vielleicht gute fünf Platten / fünf gute Platten gefunden -, dann sagt Heiko, dass er bereits Zusatzgepäck für den Rückflug gebucht hat, weil er gerade 70 Platten aus dem Laden abgezogen hat. Trifft man ihn wie letzthin vor einem Gig in Bern, dann ist er bekümmert, weil er nicht weiss, was er spielen soll – der gute Mann hat von allem alles. Dass der junge Berner seiner Vinylsucht keine Grenzen stecken kann (oder mag?), endet jedoch nicht in ausufernden, in-sich-verlierenden Sets. Im Gegenteil: Der Verbund von beispielsweise deepen, housigen Claps mit der Strenge vom hartgesottenen Drumcode-Katalog kommt bei ihm aus einem wohligen Guss. Heiko besitzt überdies im Club den Mut, repetitive, ruhige und manchmal auch recht langsame Tunes zu spielen- und genau das macht seine Selektion äusserst frisch.

Umso schöner seine neue Mischung für den Club d’Essai: In diesem «Special Blend» spielt Ambient, Noise und Musique Concrète dem Easy Listening in die Hände. Der Mix, welcher Beispielsweise Brian Eno mit Efdemin verbindet (!) und absolute Lieblingslabels (Staubgold, Dial, Hotflush, Warp) vertreten hat, ist die Idealvorstellung von horizontalem Sound, der nichts mitzuteilen hat, sondern einfach nur da ist.

I have the feeling that a sound is acting, and I love the activity of sound. What it does, is it gets louder and quieter, and it gets higher and lower. And it gets longer and shorter. I’m completely satisfied with that, I don’t need sound to talk to me. – John Cage.