Festivalvideo

Tanz In. Bern
Tanz International Bern: «Copyleft»

Liebes PublikumIch freue mich, Ihnen das Programm des neuen zeitgenössischen Tanzfestivals TANZ IN. BERN – Tanz International Bern – zu präsentieren. Ich kann Ihnen sagen – es kommt einiges auf Sie zu. Ein konzentrierter Blick auf die europäische Tanzszene mit Schwerpunkt Frankreich hat das Programm geprägt. Die eingeladenen Kompanies repräsentieren die Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes. Sie können wählen: die Pallette reicht von den grossen bis zu den sehr grossen Stars, von Tanztheater über Tanz bis Performance. All unsere eingeladenen Künstler zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus und sind an den international wichtigsten Festivals in Europa vertreten. Ein grosser Schritt für die Dampfzentrale, im selben Atemzug mit Berlin, Paris, Brüssel, Wien, Lyon auf den Tourneeplänen zu stehen. Läuft also in Paris und Brüssel ein ähnliches Programm wie in Bern? Ist alles nur Kopie? Nein – es gibt eben herausragende Kompanies welche den zeitgenössischen Tanz repräsentieren und die man nicht ignorieren kann und will. Nun ist das Stichwort gefallen, denn mit «Kopie» nähern wir uns dem Festivalthema Copyleft an. Das Thema begleitet das Festival auf verschiedenen Ebenen. TANZ IN. BERN lässt sich vom langjährigen Erfolg der Berner Tanztage inspirieren und zeigt mit seiner ersten Ausgabe ein neues Original. Copyleft aber auch darum, weil man bei zahlreichen Choreografen die Tendenz beobachtet, sich mit der Geschichte des Tanzes auseinanderzusetzen – das Thema Rekonstruktion und die Frage «Was ist das Original oder die Kopie?» liegt in der Luft. Sei es bei Susanne Linke und Jean-Claude Gallotta, welche ihre Stücke aus den 80er Jahren neu aufnehmen, oder bei Olivier Dubois und Olga de Soto, welche Klassiker wie Nijinskis «L’après-midi d’un faune» oder Cocteaus «Le jeune homme et la mort» wieder aufleben lassen. Wie gehen wir in der vergänglichen Kunstform Tanz mit der Vergangenheit um? Kann man Tanz rekonstruieren und will man das überhaupt? In welcher Form kann das spannend sein? Ein Blick in die Vergangenheit ist anscheinend ein möglicher Weg, um Innovation und Neues auf die Bühne zu bringen. Zurück zum Original und sich dabei neu erfinden, ohne Angst vor dem Vorwurf, es sei eine Kopie – copyleft eben. Die neue Kreation ist also keine Kopie sondern ein Original mit Weit(er)blick. Die Auseinandersetzung mit dem Thema zeigt noch weitere Facetten. Rachid Ouramdane folgt den Spuren seines Vaters, der als Soldat in den Vietnamkrieg entsendet wurde, und Alain Buffard lässt Bette Davis, Marlene Dietrich und andere Stars wieder aufleben. Der Tanz ist eine der durchlässigsten Kunstformen, denn er arbeitet meist spartenübergreifend und wird somit zum Gesamtkunstwerk. Wo ist dabei das Original? Ist es dann noch Tanz? Ich würde sagen ja, denn der zeitgenössische Tanz ist eben aktuell und inspiriert Kopf und Herz. Apropos Herz – wir möchten Ihnen ein lustvolles Programm anbieten und Ihnen die Möglichkeit geben, sich spielerisch mit den zahlreichen Facetten des zeitgenössischen Tanzes auseinanderzusetzen: einem Tanzparcours durch die Stadt zu folgen (Willi Dorner), sich in der Geisterburg vor der Dampfzentrale zu verlieren oder Susanne Linke, die «Grande Dame» des deutschen Tanztheaters, live auf der Bühne zu erleben.Mit 16 Produktionen bieten wir Ihnen hier ein sehr vielfältiges Programm – nützen Sie die Chance und tauchen Sie in die Welt des zeitgenössischen Tanzes ein. Ich freue mich auf eine tolle Festivalstimmung mit vielen interessanten Gesprächen und Begegnungen zwischen den KünstlerInnen und dem Publikum: vor, während und nach den Vorstellungen. Ein herzliches DANKESCHÖN an all die Menschen und Institutionen die uns unterstützt und geholfen haben, dieses Festival zu ermöglichen!Herzliche Grüsse, Roger Merguin

Mi 15
Oct
0:00 Musik

Aughterlony/Emch/Fistarol/Kapusta/Smith (CH/D): «Geisterburger»


19:30 Musik

Susanne Linke (D): «Schritte verfolgen (2007)»


21:00 Musik

Rachid Ouramdane (F): «Loin...»

Fr 17
Oct
0:00 Musik

Universität Bern: «Original und Revival: Geschichts-Schreibung im Tanz»


19:30 Musik

Olga de Soto: «histoire(s)»


21:00 Musik

hermesdance: «Flügel an Flügel»

Sa 18
Oct
19:30 Musik

Olivier Dubois: «Faune(s)»

Di 21
Oct
19:30 Musik

Alain Buffard: «(Not) A Love Song»


21:00 Musik

Vincent Dupont: «Hauts Cris (miniature)»

Do 23
Oct
18:30 Musik

Cie. Willi Dorner: «bodies in urban spaces»

Fr 24
Oct
19:30 Musik

Boris Charmatz: »La danseuse malade»

So 26
Oct
18:00 Musik

tanz aktive Plattform & Dampfzentrale: «Copy Battle» für junge und alte Tanzbegeisterte

Öffentlicher Tanz-Wettbewerb

Mo 27
Oct
19:30 Musik

ALIAS: «Approcher la poussière» im Rahmen der Preisverleihung und Abschlussgala Schweizer Tanz- und Choreografiepreis 2008

Mi 29
Oct
19:30 Musik

Anna Huber : «Eine Frage der Zeit»


21:00 Musik

Fabrice Lambert: «Gravité»

Solo-Installation

Fr 31
Oct
19:30 Musik

Bern:Ballett: Kylián /Armitage/Marston

Sa 1
Nov
19:30 Musik

Jean-Claude Gallotta: «Cher Ulysse»


22:00 Musik

Abschlussparty TANZ IN. BERN mit DJ Kellerkind