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Trio 7d9 (Marion Ruchti, Christos Strinopoulos, Xenia Themeli, BE): «Interrupting measure» / Hideto Heshiki (ZH): «Arms»
Publikumsgespräch: Sa, 14.2. im Anschluss an die Vorstellung

«Interrupting measure»«Reduction of effects and sensations creates a particular awareness of things and phenomena that are not visible at first sight.» («Nichts/Nothing», ed. by Martina Weinhart and Max Hollein). Nichts ist so wie es scheint. «Interrupting measure» spielt mit der Erwartungshaltung des Betrachters, durchbricht gängige Muster von Bedeutungsinhalten und fordert dazu auf, sich auf das Unbekannte einzulassen. Alles ist anders. In einer Geschichte, die keine sein will, gestaltet sich die Suche nach einem roten Faden zu einem Abenteuer der Achtsamkeit. Neue Betrachtungsweisen tauchen in fremden Zusammenhängen auf. Kaum etabliert sich ein Muster, so wird es auch schon wieder durchbrochen. Was entscheidet über Sinn und Unsinn unserer Handlungen? Auf welche Art und Weise messen wir unseren Handlungen Bedeutung bei? Ist es die Dauer, der Ort, der praktische Wert, die damit verbundenen Gefühle oder die schlichte Notwendigkeit, die einer Handlung ihren Wert verleihen?«arms» arm – eine menschliche Extremität, das Gegenteil von reich, aber auch eine Waffe, bewaffnet sein. Der Tänzer und Choreograf Hideto Heshiki beschäftigt sich in seinem neuesten Projekt «arms» mit der Figur des Jägers. Drei Personen auf der Bühne: Ein Tänzer, ein Musiker und einer, der einen Text spricht. Drei Männer, die auf der Jagd sind, jeder alleine, jeder auf seine Art und mit seinen Möglichkeiten. Der Tänzer, der nur seinen Körper zur Verfügung hat, erkundet und erobert sein Revier mit ständig variierenden Armbewegungen. Der Musiker entlockt seinen Instrumenten, die nach und nach zu Waffen werden, Töne und wird dabei zum Martial Arts Kämpfer. Und der dritte Jäger spricht einen inneren Monolog, inspiriert von Yasoushi Inoues Roman «Das Jagdgewehr». Eine spannende Verbindung dreier völlig unterschiedlicher Performer.