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Trajal Harrell (US): M2M (Fr 13.3.15)

Auch für die Arbeit «M2M» steht als Ausgangspunkt die provokative Frage, was geschehen wäre, wenn 1963 die Voguing-Szene Harlems den Pionieren des postmodernen Tanzes in der Judson Church begegnet wäre. Über fünf Jahre untersuchte der New Yorker Ausnahmekünstler Trajal Harrell in seinen Tanzstücken mögliche Auswirkungen der fiktiven Begegnung und enthüllte scharfe Perspektiven auf Rasse, Geschlecht und Identität. Entscheidend für ihn ist ein aus der Begegnung entstehendes «Drittes», jenseits der beiden klassischen Positionen, das Trajal Harrell in seinen Arbeiten aufscheinen lässt: In «M2M» lassen drei Tänzer den Formalismus und Minimalismus der Postmoderne auf die leuchtende Pracht und Performativität des Voguing prallen. Sie machen den Einfluss von Jazz, Funk und R’n’B auf postmodernen Tanz sichtbar und fühlbar – und entwerfen verschwitzte, ekstatische und wunderschöne neue Möglichkeiten auf der Bühne.

«Zurückhaltung und Minimalismus kann ebenso sexy und faszinierend sein wie Lebhaftigkeit und Flair. In Kombination bilden sie eine Verführung, der man nicht widerstehen kann.» (The New York Times)

Der New Yorker Trajal Harrell wurde in Georgia geboren, studierte in Yale Kunstgeschichte und Literaturtheorie sowie Tanz an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Seine Arbeiten, die zu grossen Festivals ebenso wie in zeitgenössische Museen und Sammlungen eingeladenen wurden, haben Europa verzaubert und wurden unterdessen auch in Asien, Nord- und Südamerika gezeigt. «Judson Church is Ringing in Harlem (M2M)» war die erste Tanz-Auftragsarbeit des MoMA PS1 überhaupt.
Casts & Credits
Choreographie: Trajal Harrell / Tanz: Trajal Harrell, Thibault Lac, Ondrej Vidlar / Musik: Trajal Harrell / Kostüme: Complexgeometries
Koproduktion: Danspace Project, MoMA PS1, Hau Hebbel am Ufer. Judson Church is Ringing in Harlem (Made-to-Measure)/Twenty Looks or Paris is Burning at The Judson Church (M2M) wurde ermöglicht durch MoMA’s Wallis Annenberg Fund for Innovation in Contemporary Art, die Annenberg Foundation und die Danspace Project’s 2012 – 2013 Commissioning Initiative, welche durch The Andrew W. Mellon Foundation unterstützt wird. Residenz: Impulstanz Wien.