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Schorsch Kamerun & Mitstreiter
Dazwischen: Ted Gaier und Thomas Meinecke diskutieren

Keine Musik weiss mehr über das Kapital als die Popmusik. Die Popkultur, so wie sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg als die dominierende Weltkultur etabliert hat, hat die Anhäufung des Kapitals zu ihrem eigentlich Leitthema gemacht. Zugleich verkörpert der Pop auch explizit Kapitalismuskritische Zeuge. Die Do-It-Yourself / Fuck you-Attitüde des Punks hat die Fesseln der Popmusik gesprengt – und ihr zugleich ein zunehmend unklares Terrain hinterlassen. Die Popmusik verkörpert die diffuse Postmoderne, das übermächtige Anything-Goes der Gegenwart am unmittelbarsten.

 

Der Eröffnungsabend der Biennale 2012 ist ein Konzert. Als unterhaltsames Experiment soll der Abend das Hoch- und Unterspannungsfeld zwischen Pop und Kapital erkunden. Schorsch Kamerun (Sänger der Goldenen Zitronen, Autor und Theaterregisseur / Hamburg) zeichnet sich verantwortlich für dieses visuell-akustische Showexperiment. Der Auftritt soll so eine konzertante Überprüfung sein, will das widersprüchliche Terrain zwischen Kunst und Politik weiterschreiben. Vier MusikerInnen und eine Videoartistin kreieren diese Performance am Biennale-Eröffnungsabend in der Dampfzentrale.

 

Die Band: Schorsch Kamerun (Die Goldenen Zitronen), Polly (Pollyester), Carl Oesterheld (F.S.K.), Salewski (Salewski/Merricks), Anton Kaun. Film-Installation: Katja Eichbaum.

 

Danach werden Thomas Meinecke, Kopf und Sänger der Band F.S.K, Autor und House-Urgestein und Ted Gaier, Musiker unter anderem bei den Goldenen Zitronen und Aktivist, anhand von Plattenhüllen und Sounds den Umgang der Musik mit dem Geld enthüllen. Es wird diskutiert, gestritten und Musikbeispiele werden den beiden das Wort abschneiden. Zwei Plattenspieler, zwei Mikrophone, ein Discours. Und danach legt DJ Thomas Meinecke House auf, bis die Geldbeutel leer sind!