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«PEOPLE IN A FIELD» von Simon Tanguy (F) (Sa 1.11)
Das Leben rast an uns vorbei. Wie äussert sich dies in unseren Bewegungen, fragt der Ausnahmetänzer und Jungchoreograph Tanguy und übersetzt die menschlichen Turbulenzen in eine innovative Bewegungssprache.

Eine unendliche Menge an Informationen, Worten und Bildern durchströmt unsere Körper. «PEOPLE IN A FIELD» analysiert und hinterfragt diesen Kontinuitätsfluss des Lebens und versucht dieses «Durchströmtwerden» körperlich darzustellen. Menschen erleben ständig etwas, können das Erlebte aber nicht «behalten». Dinge fliessen durch die Individuen hindurch. «My choreographic research aims for a physical translation of that human turbulence» so Tanguy, welcher die Komplexität des Lebens akzeptieren aber nicht rationalisieren will. In seiner Forschung erkennt der junge Choreograph, wie effektiv die Geschwindigkeit des heutigen Lebens auf uns einwirkt. Und dass immer mehrere Möglichkeiten offen stehen. Dies, so Tanguy, kann Freiheit bringen, aber gleichzeitig auch einengen und dazu führen, dass man sich ganz verliert – und nichts ist.

Eine Koproduktion der Dampfzentrale Bern

Vermittlung: Publikumsgespräch mit Simon Tanguy (F) nach der Vorstellung am Fr 31.10.14

Zu Simon Tanguy
Simon Tanguy (F) entwickelte mit 18 seine ersten Shows in einem Jugendzirkus und landete dank seines Abschlusses an der School for New Dance Development in Amsterdam im Genre Tanz. Diesen erweiterte er mit immer neuen, dem Alltag entnommenen Bewegungssprachen. Ekstase, abrupter Rhythmuswechsel und tranceartige Intensität sind Kernelemente, mit denen er das Publikum immer wieder zu erstaunen versteht. «PEOPLE IN A FIELD» ist nach dem Solo «Japan» (ITs Choreography Award 2011 / Amsterdam) und dem Trio «Gerro, Minos and Him» (2012 in der Dampfzentrale) der dritte Teil einer Triologie, in der er erstmals in einer Gruppe choreographiert. Die Dampfzentrale koproduziert diese Produktion gemeinsam mit u.a. dem Theatre de la Ville in Paris.
Choreographie: Simon Tanguy / TänzerInnen: Marzena Krzeminska, Radouan Mriziga, Olivia Reschofsky, Karl Saks, Yurie Umamoto / Musik: Christoph Scherbaum / Musiker: Maarteen Bakker, Christoph Scherbaum, Willem Smid / Lichtdesign: Pablo Fontdevila / Dramaturgie: Frank Van de Ven & Katerina Bakatsaki
Produktion: Compagnie Propagande C und Het Veem Theater Amsterdam / Koproduktion: Théâtre de la Ville Paris; Musée de la danse – CCNRB Rennes, Dampfzentrale Bern, Danse à tous les étages Rennes, Itinéraire Bis Saint-Brieuc, Le Pacifique | CDC – Grenoble; Les Petites Scènes Ouvertes Pantin