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Oxymoron Orchestra

Schon seine eigenwillige Zeichensprache ist für sich ein Spektakel und mutet an wie eine Verschwörung zwischen Dirigent und Orchester. Der katalanische «Conductor» Josep-Maria Balanyà leitet improvisierende Grossformationen mit ungeheurer Vitalität und grossem Einfallsreichtum. Kann auch eine Grossformation interessant improvisieren? Die 15 Musiker der WIM Bern und der WIM Zug gehören seit Jahren zur Improvisations-Szene und traten mit Oxymoron schon 2006 auf. Einer speziellen qualitativen Steigerung zuliebe unterwerfen sie sich dem Willen eines Dirigenten. Selbst ein erfahrener Klavierimprovisator, hat Balanyà den Überblick über das interaktive Tun und Lassen und lenkt die spontanen Energieströme. Indem die Musiker den zugewiesenen Spielraum frei gestalten, bekommt der Widerspruch «geleitete Intuition» Sinn.Der Pianist mit diversen CD-Veröffentlichungen in Europa sagt: «Meine Musik ist nicht nur fürs Zuhören gedacht, sondern auch zum Ansehen und Anfassen (…) Komposition, Interpretation und Leben sind meiner Ansicht nach drei Elemente, die zu einer einzigen Wesenheit verschmelzen. Wenn ich keinen Flügel zur Hand habe, suche ich nach Alternativen, mit denen ich meine innere Welt ausdrücken kann.»