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Noch Normal??

19.30h, Foyer und Kelleräume

Musik&Medienkunst präsentiert:

 

Blend_In (Installation 2011)

von Daniel Kurth: studiert seit 2010 Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste in Bern, nachdem er ursprünglich eine Ausbildung zum Zimmermann absolvierte. In seinen Arbeiten sucht er oft nach gegebenen Klangstrukturen und benutzt diese als Ausgangsmaterial für seine Kompositionen.

 

-logy (Performance Installation)

von Vanessa Gageos: aus Bukarest/ Rumänien, studiert seit 2009 Musik und Medienkunst an der Hochschule der Künste Bern und arbeitet im Feld der multimedialen Installation. Eine „science fiction“ Performance auf der Grenze zwischen kontrollierter und unkontrollierter Technologie.

 

Feather to Feed (Interaktive Klanginstallation 2010)

von David Muther: Im Jahr 2005 begann er das Musik & Medienkunst-Studium in Bern und startete parallel dazu mit der Tätigkeit als Tontechniker und Produzent im Influx-Studio in Bern. Im Juni 2010 schloss er sein Studium mit dem Master in Contemporary Arts Practice ab und arbeitet zur Zeit als selbständiger Tontechniker, Produzent und Klangkünstler.

 

Emergent composition for boxes of wood (Klangkisten)

von Florian Bürki: lebt und arbeitet als Musiker, Medienkünstler und DJ in Bern. Nach dem Bachelor in Musik und Medienkunst studiert er seit 2011 im Master of Contemporary Arts Practice an der HKB in Bern. Er arbeitet im Feld Clubmusik, elektroakustische Komposition und Klanginstallation. In seinen Arbeiten gilt grosses Interesse der Beziehung von Klang und Raum bzw. der Räumlichkeit als musikalisches Gestaltungsmittel.

 

 

20:30h, Kesselhaus

Barbara Balba Weber: Idee & Komposition

mit  Pascal Viglino, Jonas Fehr, Tobias Reber

 

“KAPSELN”,  Musikperformance – Part I

„Die Wirkung setzt nach einer halben Stunde ein. Kein Flash, sondern ein sanfter Push. Es geht mir dann wie an meinen besten Tagen und ich denke mir, hey, das bin ich, so wie ich sein will.“

Die Compagnie befragt in einer 55-minütigen Musikperformance Normalität und den alltäglichen Umgang damit. Ausgangspunkt sind Robert Schumanns Geister-Variationen. In sieben musikalischen „Kapseln“ greift Barbara Balba Webers Komposition dieses Thema auf. Gespielt und (live-)elektronisch transformiert wird diese Musik auf einem Flohmarkt-Instrumentarium, mit dem die verbrauchten, abgenutzten Instrumente und Klänge am Leben erhalten werden. Auf der Suche nach Anpassung an eine vermeintliche Normalität, erschöpfen wir uns und pfeifen aus dem letzten Loch. Können und wollen wir da raus kommen? Ein Ich gerät, unter dem Wertmaßstab gängiger Lebensanforderungen, in Krisen und tappt in Fallen, aus dem es nach einen Ausweg sucht. Um Instabilitäten auszugleichen und Bewusstseinszustände zu regulieren, wird der Griff nach dem chemischen Wirkstoff zum gängigen Überlebensprinzip. Der tägliche Konsum von Wirkstoffen lässt uns nach Mustern und Rändern dessen fragen, was wir als Normalität begreifen und empfinden. Ist Normalität eigentlich ein Fluch? Oder ein Segen? Bietet sie Sicherheit und Geborgenheit? Oder krümmt sie das Rückgrat und den Lebensnerv?

 

Idee, Komposition, Text, Performance: Barbara Balba Weber. Performance, Instrumentarium: Pascal Viglino. Live-Elektronik: Tobias Reber und Jonas Fehr (HKB Bern). Szenische Mitarbeit: Till Wyler von Ballmoos. Dramaturgie, Konzept, Stimme: Steffen Neupert