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Martin Schick: «NOT MY PIECE – postcapitalism for beginners»
(Englisch, Deutsch, Griechisch mit französischen und deutschen Untertiteln)

«To engage oneself in projects that are known to be unrealisable but desirable, and to seek to convince others to also engage in such projects, turns the projects a little less unrealisable.» (Vilém Flusser: «Into Immaterial Culture»)

 

Das Ende des kapitalistischen Wirtschaftssystems, das die Grundlage unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens bildet, ist Tagesthema in den Medien. Für andere – wie beispielsweise das Schicksal unzähliger Griechen zeigt – ist es unmittelbare Realität. Aber auch in den USA schnüren gut informierte Ökonomen Notpakete und kaufen Grundstücke mit Quellwasser und Weideland. Man munkelt, das System könne über Nacht zusammenbrechen. Höchste Zeit, sich für die Krise vorzubereiten, bevor man nasse Füsse kriegt.

 

«NOT MY PIECE» ist eine Einführung in die Welt des Postkapitalismus* und verfolgt Schritt für Schritt dessen Begrifflichkeiten, direkt umgesetzt auf und neben der Bühne. In dieser Choreografie von Dienstleistungen finden komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge eine vereinfachte Form und bilden gleichzeitig das Material für eine Farce mit hohem Wahrheitsgehalt: überraschend, komisch und zum Nachdenken verpflichtend.

 

«TINA – There Is No Alternative» lautet(e) der Slogan von Margaret Thatcher … «NOT MY PIECE» ist der Versuch einer lustvollen Beweisführung, dass es auch anders geht: TAMARA: There Are Many Awesome Realistic Alternatives!

 

* Postkapitalismus: Jegliches gesellschaftlich/ökonomische System, das dem Kapitalismus folgt. Zu unterscheiden von «Anti-Kapitalismus».

 

 

Konzept, Performance: Martin Schick. Tanz, Choreografie: Kiriakos Hadjiioannou. Dramaturgische Beratung: Anna K. Becker. Mentor: San Keller. Eine Produktion von Martin Schick und Belluard Bollwerk International dank eines Kulturförderbeitrags des Kantons Freiburg. Koproduktion: Far° Festival des Arts Vivants Nyon, Beursschouwburg Brüssel. Mit freundlicher Unterstützung von: Nestlé Fondation pour l’Art, Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Stanley Thomas Johnson Foundation, Edith Maryon Foundation. In Zusammenarbeit mit ADC Genève, Arsenic Lausanne, Dampfzentrale Bern, Gessnerallee Zürich, Kaserne Basel, Performa Losone im Rahmen des Veranstalterfonds / Reso – Tanznetzwerk Schweiz.