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Händl Klaus liest Robert Walser

«Mir fehlt etwas, wenn ich keine Musik höre, und wenn ich Musik höre, fehlt mir erst recht etwas. Dies ist das Beste, was ich über Musik zu sagen weiss.» Robert Walsers Werk ist getragen von einer grossen Affinität zur performativen Dimension der Kunst. Seiner Empfänglichkeit für die musikalische Wirkung entspricht die spielerische Musikalität des eigenen Schreibens. Walser wäre indes nicht Walser, wenn zu seinem Begriff der Tonkunst nicht auch ein Blick für die komischen Seiten des musikalischen Lebens gehörte: «Der Vater gelangt mit der Anfrage an die Zugegenen, ob jetzt mit dem Geigenspiel begonnen werden dürfe. Alle lassen wissen, sie seien mit dem Vorschlag einverstanden. Er setzt sich ans Klavier und gibt damit das Zeichen, dass Musik zu erwarten sei, die sich alsbald für den einen mehr, den andern weniger bemerkbar macht.»