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Francesca Honegger: «Hühner kreischen international» / Peter Zumstein: «The Pain of Others | Embedded Voyeurism»
Doppelvorstellung

Publikumsgespräch: So, 20. Februar im Anschluss an die Vorstellung mit Francesca Honegger und Roberto Fratini Serafide. Moderation: Mercé De Rande. In französischer Sprache.«Hühner kreischen international»Die Bühne wird zum öffentlichen Schauplatz: Komische Zufälle, herzhafte Begegnungen, wutgeladener Zusammenstoss – KREISCH! Wer reagiert? Wie geht’s weiter?«Hühner kreischen international» beschäftigt sich mit Situationen, welche aus den gewohnten Abläufen des Alltags und Konventionen im öffentlichen Raum herausstechen. Unmittelbar nach einem Fingerschnippen, nachdem ein Tram klirrt, eine Tüte Marroni herunterfällt oder aus einem Taxi die Mondscheinsonate erklingt gibt es diese Zufälle und Momentaufnahmen. Ausnahmesituationen, die wir nicht voraussehen können, die aus dem Nichts auftauchen und auch schon wieder weg sind. Unerwartete Ereignisse wie etwa eine Frau, die über etwas stolpert und ihren Körper zu einem spektakulären Twist verdreht, oder eine kleine Irritation, die aus der kurzen Berührung zweier fremder Schultern entsteht und, um die Geschichte weiterzuspinnen, vielleicht zu einer Liebesgeschichte wird. «Hühner kreischen international» ist ein episodenhaftes Stück voller unvorhersehbarer Begegnungen und zelebriert die Zufälligkeit des Lebens.«The Pain Of Others | Embedded Voyeurism»Das Leiden anderer betrachten gehört zum Leben. Das beginnt mit der kleinen Schadenfreude («Bin ich froh, dass nicht ich es bin.») und führt über doofes Gaffen hin ins Unbeschreibbare.Hinschauen oder nicht: Dieser Ambivalenz sind wir täglich ausgeliefert. Es ist ein Kampf der Versuchung gegen das schlechte Gewissen, gegen moralisch-gesellschaftliche Normen.Das Solo mit dem Titel «The Pain Of Others | Embedded Voyeurism», inspiriert durch das Buch «Regarding the Pain of Others» von Susan Sontag, entwickelte Peter Zumstein in Zusammenarbeit mit dem belgischen Künstler Ben Benaouisse.Der Darsteller ist manchmal Schauspieler, teilweise ein schlechter Tänzer und immer wieder sein eigener Bühnentechniker.In dieser transdisziplinären Arbeit wird nach Momenten gesucht, in denen Brutalität auf Lust, Schrecken auf Lust am Schrecken, Schock auf Analyse, Rechtfertigung auf Zorn, Konfusion und Heroismus auf Menschlichkeit treffen.