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Ensemble Phoenix Basel: «Magnetton»

Mit dem musikalischen Werk des vor drei Jahren verstorbenen Komponisten Luc Ferrari ist vor allem eines verbunden: das Magnet-Tonband. Wie in vielen anderen Stücken von Ferrari kontrastiert das Ensemble auch in «Porte ouverte sur ville» (1992/93), einem Auftrag des WDR für die Musiktriennale Köln, einen zentralen Ablauf des Bands mit zufälligen akustischen Fundstücken, Sprache, Musik, Radio: eine offene akustische Türe zur Stadt. Gleichzeitig versuchen wir einem Erzähler zu folgen, dessen narrative und reale Schritte wir hören, der uns schliesslich aber auch enteilt und die Türe zum Schluss des Stückes wieder schliesst. Mit «Porte ouverte sur ville» ehrt das Ensemble Phoenix Basel eine der innovativsten europäischen Figuren der zeitgenössischen Musik, die es geschafft hat, Humor und Erotik in die bezeichnenderweise «ernste Musik» genannte Kunstgattung zu integrieren.Zu Ferraris Stück kommen in diesem Programm zwei Uraufführungen (beides Aufträge des Ensemble Phoenix Basel): ein neues Werk des bekannten Berner Komponisten, Dirigenten und Pianisten Jürg Wyttenbach und ein Stück des italienischen Komponisten Giorgio Tedde, der durch ein Kompositionsdiplom des Elektronischen Studios der Musik-Akademie in Basel ebenfalls kein Unbekannter ist.