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Drummer’s Delight

Die meisten Schlagzeuger improvisieren gerne, ausschliesslich oder zusätzlich zu geschriebener Musik. Wenn sie Interpreten sind, spielen sie meist Kompositionen von anderen. Grosse Ausnahmen der älteren Schweizer Schlagzeuger-Generation sind etwa Fritz Hauser und Pierre Favre, die beide auch für sich selber komponieren.

Der Konzertabend Drummer’s Delight wird vier Schlagzeuger der nächsten Gene­ration auf die Bühne bringen, die sich in diese Tradition einreihen, jedoch ihre ganz eigenen Wege gehen. Sie spielen alle ein Solo, das sie für sich selber komponiert haben.

Die vier komponierenden Drummer decken ein breites Feld ab, so dass ein abwechs­lungs­reicher Abend gesichert ist: das Spektrum geht vom ganzen Schlagzeugset, welches zusammen mit Live-Elektronik gespielt wird, über die reduzierte, jedoch geschichtete klei­ne Trommel bis hin zu einer äusserst visuellen Performance.

 

DANIEL BUESS (*1976) aus Basel spielt(e) mit verschiedenen Gruppen und Ensembles im Bereiche der experimentellen improvisierten und komponierten Musik wie Ensemble Phoenix Basel, MIR, CORTEX, 16–17, Killamor, HOW2, Buggatronic oder X-Quartett. Di­verse Kollaborationen mit Komponis­ten und Musikern, sowie Solo-Projekte. Konzert­tourneen und Auftritte in Europa, Amerika, Australien und Asien.

BEAT MÜLLER (*1975) studierte Schlagzeug bei Billy Brooks an der Jazzabteilung der Hochschule der Künste Bern. Er schloss sein Studium mit dem Lehrdiplom mit Ver­tiefungsrichtung Musik und Medienkunst ab. Müller arbeitet als Tontechniker und Klanggestalter in einer grossen stilistischen Bandbreite und beschäftigt sich intensiv mit der Konzeption und Realisierung von live-elektronischen Settings für Werke der zeitgenössischen Musik. Zusammenarbeit mit u.a. Sandy Patton, Joe Haider, Ian McDougall, dem Trio Ernesto Molinari/Burkhard Stangl/Charly Fischer, Hans-Ola Ericsson und Daniel Glaus.

PASCAL VIGLINO (*1977) studierte klassische und zeitgenössische Perkussion, Komposi­tion und théâtre musical an den Hochschulen von Genf, London, Barcelona, Berlin und Bern. Er arbeitet regelmässig mit Sinfonie­orchestern und Ensembles für zeitgenös­sische Musik. Seine künstlerische Tätigkeit ermöglichte ihm Auftritte in weit mehr als dreissig Ländern. Viglino ist künstlerischer Leiter von KLANGBOX und erhielt mehrere Preise, u.a. den Anerkennungspreis der Kantonalen Kulturkommission Bern 2012.

MARGRIT RIEBEN (*1963) aus Bern ist als Jazzschlagzeugerin ausgebildet und interessiert sich für alle möglichen und unmöglichen Klangerzeuger. Im Zentrum ihrer Tätigkeit stehen neben Komposition und Installationen auch die Zusammen­arbeit mit KünstlerInnen aus den Bereichen moderner Tanz, Performance, Theater, Literatur, bildende Kunst und Video. Sie spielte in ganz Europa, Libanon, New York und in Japan und hat den Master in Musik und Medienkunst. Heute arbeitet sie vor allem integrativ und kontextbezogen.