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Die lange Nacht der neuen Musik: Karlheinz Stockhausen: «Cosmic Pulses» (2007) / Iannis Xenakis: «La Légende d’Eer» (1976/77) / September Winds
Eine Zusammenarbeit der Dampfzentrale Bern, der IGNM und WIM, im Rahmen des Musikfestivals 2009

«Cosmic Pulses» (2007). Schweizer Erstaufführung Mit «Cosmic Pulses», seinem letzten Werke, betritt Karlheinz Stockhausen, der im Dezember 2007 kurz vor seinem 80. Geburtstag starb, kompositorisches Neuland, ein für ihn unbekanntes Terrain, von dem er nicht wusste, wohin es ihn führen würde. Es ist in gewisser Hinsicht die erste und einzige «Noise Music», die Stockhausen geschaffen hat. Dieses ultrapolyphone, rätselhafte Werk von 32:58 Minuten Dauer schichtet eine Stimme nach der anderen aufeinander und erzeugt in der Überlagerung der immer schneller und höher werdenden Stimmen ein schwirrendes Geflecht mit einer erregenden, ja verstörenden Wucht und Kompakt?heit der Klänge, wie wir es vielleicht noch nie gehört haben, jedenfalls nicht bei Stockhausen – so könnte der Kosmos tatsächlich klingen. «Cosmic Pulses» repräsentiert die 13. Stunde in dem auf die 24 Stunden des Tags angelegten und unvollendet gebliebenen Zyklus «Klang», den Stockhausen 2004 begann, nachdem er den monumentalen Zyklus «Licht» (1977-2003) ab?geschlossen hatte.