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deRothfils: «they keep disappearing»

Mit «Graatzug – das Bühnenstück zum Film» feierte das Künstlerkollektiv deRothfils vor einem Jahr in der Dampfzentrale vor begeistertem Publikum Premiere. Das Stück wurde an verschiedenen Tanzfestivals im In- und Ausland gezeigt und erreichte viel Zuspruch in der nationalen sowie internationalen Presse. Der dazugehörige Tanzkurzfilm «Graatzug» wurde in verschiedenen Kinos präsentiert.  

Die neueste Arbeit von deRothfils, «they keep disappearing», handelt von Menschen in Hotels. Orte, wo Fremde in der Fremde aufeinandertreffen: Sehnsüchtige auf Er­nüch­terte, Hellsichtige auf Verblendete, Aufschneider und Realisten auf Sonder­linge und Traumtänzer. In kleinen Nischen richten sie ihr Privates ein, während in weiten Hallen der grosse Auftritt gesucht wird. Räume öffnen sich für Lebensentwürfe, Improvisationen, Verwandlungen, und das Heraustreten aus dem Gewohnten führt dazu, dass auf einer Reise manchmal ganz plötzlich alles in Frage gestellt wird.

Auf der Bühne sieht der Zuschauer durch den Hotelkorridor hindurch in die Intimität der Hotelzimmer hinein. Menschen in Zwischenräumen, weder hier noch dort: halb
schlafend, halb wach, gestrandet, rastlos, besessen, betäubt, betrunken, gelangweilt – am Ende, am Anfang und immer da­zwischen. Man hört die Geräusche durch die Wände, das Atmen und einzelne Worte; zwischen Tisch, Bett und Stuhl reduziert sich das Leben auf die Anzahl der Schritte dazwischen, und manchmal wirft einen gerade das auf sich selbst zurück. Auf kleinstem Raum entsteht eine Welt, in der Einsam­keit vielleicht ein Gesicht erhält.

 

Künstlerische Leitung, Choreografie, Regie: Nina Stadler, Annalena Fröhlich. Bühne: Stefanie Liniger. Kostüme: Romy Springsguth. Dramaturgie: Claudia Bossard. Performance: Annalena Fröhlich, Nina Stadler, Dominik Gysin, Mathis Künzler, Giulin Stäubli, Gina Gurtner, Moritz Alfons. Tanzcoach: Michaël Pascault. Produktionsleitung/Œil extérieur: Nicole Voyat. Musik: Annalena Fröhlich, Moritz Alfons. Licht: Mirjam Berger, Philip Spring. Ton­technik: Moritz Alfons. Produktion unterstützt von: Kultur Stadt Bern, Kanton Bern, Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Migros Aare, Gesellschaft zu Ober-Gerwern, Bürgi-Willert Stiftung, Burgergemeinde Bern, SSA, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Anne Fröhlich.

 

Publikumsgespräch: Sa, 23. Februar, im Anschluss an die Vorstellung. Moderation: Nils Amadeus Lange.

 

Premierenfeier mit DJ KG: Fr, 22. Februar, 22:00 Uhr (Eintritt frei)
Der Produzent und DJ KG spielt Post-Dubstep, Baile Funk, Cumbia, Baltimore Club, G-Funk, Glitch, Turbocrunk und andere gute Musik, zu der man tanzen kann. «DJ KG bringt den alternativen Sex-Appeal und die unbedingte Freshness zurück auf den Dance-floor. Ich bin Fan.» (Kutti MC)