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Christoph Leuenberger (BE): «Masculinity» / Anja Gysin (BE): «Dämonen in mir – What’s got the power?» / Monika Born (BE): «gestrandet»

«Masculinity»: Ich habe Männer zu ihrer Männlichkeit interviewt.Ich habe meine männlichen Vorbilder überdacht.Ich habe mit meinem Bruder im Wald Holz gehackt.Was bedeutet es für mich heute ein Mann zu sein?Wie stehe ich zu meinem Körper?Wie muss ich tanzen, damit mein Vater stolz auf mich ist?Ich will dem echten Mann in mir begegnen.Ich will meine Männlichkeit mit euch feiern.Ich brauche Feedback.Christoph Leuenberger hat im Juni 2008 die School for New Dance Development in Amsterdam abgeschlossen. Seit seinem Debutstück «White Horse – an attempt at live therapy» (ITS Choreography Award 2007) interessiert ihn vor allem der therapeutische Aspekt des Theaters. Nebst seinen Soloprojekten zu Intimität und Männlichkeit, arbeitet Christoph mit Sweet & Tender Collaborations, dem White Horse Collective und Katy Hernan zusammen. Mit Letzterer hat er die Performance «Enter my bubble» kreiert, welche den PREMIO Nachwuchspreis für Theater und Tanz 2007 gewann und das Festival Ouest-Est 08 in der Dampfzentrale Bern eröffnete. Im Mai 09 wird Christoph Leuenberger nochmals in der Dampfzentrale zu Gast sein und sein neuestes Stück «Trip» im Rahmen des Heimspielsatelliten zeigen. «Dämonen in mir – What’s got the power?»Was geschieht, wenn der Körper das Ruder über das Ich übernimmt? Wenn wir unserem Körper ausgeliefert sind und um Kontrolle ringen müssen? Wenn ein Dämon im Körper steckt und uns beherrscht?«Dämonen in mir – What’s got the power?» sucht nach den Abhängigkeiten im Mikrokosmos Mensch. Die Abfolge Gedanke/Umsetzung wird verkehrt: Eine Aktion beginnt und die Gedanken folgen. Der Körper bewegt sich und überrascht mit eigenständigem Sein. Die verschiedenen Teile des Körpers werden zu einzelnen Wesen, verschmelzen und verwandeln sich immer wieder. Sie kämpfen um ihre Macht und widerspiegeln dadurch die Abhängigkeit des Kleinen vom Grossen. Alltägliches wird auf den kleinen Kosmos Körper projiziert. Eine mit Ironie und Witz getanzte «Körper-Beziehung». «gestrandet»Zwei ungleiche junge Frauen, gestrandet auf ihrem Weg durchs Niemandsland. Sie warten auf Hilfe, beäugen einander misstrauisch und versuchen noch im nächsten Moment, ihr Unbehagen zu überspielen. Das fremde Gegenüber und die gewonnene Zeit überfordern sie. Sie schreien ins Handy, irren ratlos umher, teilen sich missmutig Proviant und Decke. Sie lachen verlegen oder hysterisch und zelebrieren ihr Anderssein als Protest gegen die erzwungene gegenseitige Abhängigkeit. Mit ihrer ersten gemeinsamen Arbeit «gestrandet» wagen die Tänzerinnen Monika Born und Sarah Grether ein spannendes Zusammentreffen: Geprägt von unterschiedlichem tänzerischen Hintergrund – dem Tanztheater der Folkwang Hochschule und der strengen Ästhetik des Stuttgarter Balletts – schaffen sie ein dynamisches Zusammenspiel zwischen ihren beiden starken Charakteren. Der Komponist und Musiker Florian Mattil kreiert dazu facettenreiche Kompositionen und manipuliert das Abenteuer der Gestrandeten durch unscheinbare Aktionen.