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«Charles Ives, Concord Sonata»

Die grundlegende Idee für die Sonata war ein musikalisches Porträt von vier amerikanischen Transzendentalisten, welche sich zwischen 1840 und 1860 im Städtchen Concord (Massachusetts) aufhielten. Ralph Waldo Emerson, Nathaniel Hawthorne, Bronson Alcott und Henry David Thoreau sind die Protagonisten der einzelnen Sätze. «Emerson» ist ein musikalisches Porträt von unglaublicher Kraft und Intensität, erfüllt von Kämpfen und Gegensätzen. Das spukhafte Scherzo «Hawthorne» lotet alle Möglichkeiten des Instrumentes aus, einige dieser von Charles Ives verwendeten Techniken wurden in Europa erst Jahrzehnte später aufgegriffen. «The Alcotts» ist sowohl vom Tempo wie von der stabilen Tonalität her der Ruhepunkt der Sonate. Eine heitere Familienszene vor dem Kaminfeuer. Der abschliessende Satz «Thoreau» ist eine Szene unter freiem Sternenhimmel. Kirchenglocken erklingen in Concord, eine Flöte singt ein Lied in die Atmosphäre eines nächtlich ruhenden Sees. Die Doppeldeutigkeit des anschliessend verhauchenden Trauermarsches deutete Ives folgendermassen: «Transzendent und gefühlvoll genug für den Enthusiasten oder den Zyniker.»Für Kombitickets für Ensemble Klang/Heiner Goebbels und das Charles Ives Klavierrezital bitte hier klicken:Kombiticket