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Bianca Casady & The C.I.A. / Wrangler / Bohren & Der Club Of Gore (21.11.2015)
21:00 Uhr: Bohren & Der Club Of Gore
ca. 22:30 Uhr: Bianca Casady & The C.i.A. (USA)
ca. 00:00 Uhr: Wrangler (UK)
& von Wurstfinger (DJ-Set)

Bianca Casady & The C.i.A. (USA)

Bianca Casady gründete 2003 zusammen mit ihrer Schwester Sierra das Duo CocoRosie und leitete damit einen der wichtigsten Beiträge zur Popgeschichte des letzten Jahrzehnts in die Wege. Denn wie Sigur Ros, Antony Hegarty  oder Joanna Newsom haben CocoRosie bewiesen, dass es möglich ist, weitab jeglicher Anpassungen grossartige, nachhaltige und völlig eigenständige Popmusik zu machen und trotzdem ein grosses Publikum zu erreichen.

Nach fünf Alben und vielen Tourneen um die Welt startet Bianca nun ein eigenes Projekt. Mit vier Instrumentalisten, einem Videokünstler und einem Tänzer, und ausgerüstet mit einem ungestimmten Piano, verstaubten Schreibmaschinen und Stapeln von Gedichten, kreieren Bianca Casady & The C.i.A. eine geheimnisvolle Parallelwelt, die selbstredend an die theatralischen Bühnenshows von CocoRosie erinnert. Ähnlichkeiten zu deren musikalischem Frühwerk sind ebenfalls nicht von der Hand zu weisen, die gewohnte Verspieltheit wird aber von einer rauheren, ungestümen Energie erwidert.

 

Wrangler (UK)

Stephen Mallinder, Sänger der wegbereitenden Band Cabaret Voltaire, präsentiert am Saint Ghetto-Festival sein neues Bandprojekt Wrangler. Zum Trio gehören ferner Ben Edwards alias Benge, welcher neben einer Solokarriere zusammen mit John Foxx, dem ersten Sänger von Ultravox, das Duo John Foxx & The Maths betreibt. Dritter im Bunde ist Phill Winter von der experimentellen britischen Folkband Tungg. Musikalisch könnte man bei Wrangler von einer zeitgemässen Umsetzung der späteren, poppigen Cabaret Voltaire sprechen, mit dem typischen Gesang Mallinders natürlich.

 

Bohren & Der Club Of Gore (D)

Das Quartett aus Deutschland mit dem eigentümlichen Namen kreiert seine Musik aus vermeintlich nicht zu vereinbarenden Stilen: eine Mischung aus zurückhaltendem Jazz und schleppendem Doom Metal. Die Langsamkeit ist der Kern ihres musikalischen Konzeptes, und wer glaubt, radikale Musik sei grundsätzlich laut und schnell, dem sei ein Konzert von Bohren & Der Club Of Gore ans Herz gelegt. Durch Plattentitel wie «Geisterfaust» oder «Black Earth» mit düsterer Grafik haben sie von Anfang an einen Gegenpol zu den ruhigen, mäandernden, fast wohligen Klängen ihrer Musik gesetzt. Aber gerade die Radikalität dieser Reduktion, der Verzicht auf jeglichen Ausbruch, macht sie zu einer der bewegendsten und radikalsten Bands der letzten Jahre.

 

 

18:30 in der Cinématte, Wasserwerkgasse 7, 3011 Bern
Industrial Soundtrack for the Urban Decay
Regie: Amélie Ravalec und Travis Collins

in englischer Originalsprache, featuring Throbbing Gristle, Cabaret Voltaire, SPK, Test Dept, Clock DVA, NON, The Klinik, Z’EV and many others.
Saint Ghetto und Cinématte präsentieren den Dokumentarfilm «Industrial Soundtrack for the Urban Decay». Stephen Mallinder von Cabaret Voltaire, der am gleichen Tag seine neue Band Wrangler vorstellen wird, gibt vor der Filmvorführung in der Cinématte ein kurzes Q&A.