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Anna Huber: «zwischen jetzt»

Die Choreografin Anna Huber entwickelt in Zusammenarbeit mit der Komponistin Isabel Mundry ein spartenübergreifendes Projekt für fünf TänzerInnen, Streichquartett und Schlagzeug. «zwischen jetzt» untersucht Linien in unterschiedlichsten Facetten und Formen. Linien verwandeln sich in Spuren, Wege, Verzweigungen, Grenzen, verästeln sich, brechen ab. Fäden werden gesponnen, verdichten sich zu fragilen Netzen und Geweben, verknoten sich, zerreissen oder lösen sich auf.

 

Ausgehend vom Phänomen des Verschwindens werden Fragen nach dem Jetzt und seiner stetigen Transformation untersucht. Ist Jetzt ein Bruchteil einer Sekunde zwischen vorher und nachher, ein Augenblick, ein Wimpernschlag oder kann es einen Moment dauern? Kann ein Moment gedehnt werden wie die Zeitspanne zwischen Tag und Nacht? Ist Schönheit erst in ihrer Vergänglichkeit erfahrbar? Welche Spuren hinterlassen Erinnerungen im Körper, im Gedächtnis und im Raum?

 

Zwischenräume, Verbindungen und Lücken zwischen Anwesenheit und Abwesenheit, Begegnung und Abschied, Sichtbarem und Unsichtbarem, Entstehen und Verschwinden werden herauskristallisiert. Momente von Annäherung, Faszination, Berührung und Übereinstimmung reiben sich mit Missverständnissen, Irritationen, Widerstand und Isolation. Präzise ausformulierte Momente, fragile Verbindungen, prekäre Balancen, rohe Bruchstücke von energetischen Zuständen kristallisieren sich wie bewegte Eisschollen im Raum heraus, präsent, intensiv und in ihrer Vergänglichkeit stets gefährdet.

Konzept, Choreografie:Anna Huber. Konzept, Komposition: Isabel Mundry. Tanz: Josh Haines, Mimi Jeong, Milla Koistinen, Maureen Lopez Lembo, Miryam Mariblanca. Musik: Galatea Quartett: Yoka Tsuboi, Violine; Sarah Kilchenmann, Violine; David Schneebeli, Viola; Julien Kilchenmann, Cello; Schlagzeug: Louisa Marxen. Raum, Licht: Julien Brun. Kostüme: Zuzana Ponicanova. Oeil extérieur: Pierre Béguin, Roberto Fratini Serafide. Trainingsleitung: Emma Murray, Raffaella Galdi. Assistenz: Isabelle Jakob, Alena Giesche. Produktionsleitung: Astrid Andrä. Koproduktion: Dampfzentrale Bern, HebelHalle-Künstlerhaus UnterwegsTheater Heidelberg. In Kooperation mit Uferstudios Berlin. Mit freundlicher Unterstützung von Kultur Stadt Bern, SWISSLOS/Amt für Kultur Kanton Bern, Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung, Burgergemeinde Bern, Ernst Göhner Stiftung.

Publikums­gespräch: So, 24. März, im Anschluss an die Vorstellung. Moderation: Tanja Klankert.